Gestern ging voraussichtlich die Schisaison 2013/14 mit einem wunderschönen Sonnentag in Obertauern für mich zu Ende. Neun Schitage waren es dieses Mal wieder. Es war alles dabei: Sonne und Schneefall, von Wolken verhüllt, ich konnte auf bestes präparierten Pisten carven, aber musste mich auch durch schwere, sulzige Schneehaufen quälen. Besonders freut mich, dass ich trotz Ausfall der beiden üblichen Schiurlaube in Obertauern und Hinterglemm trotzdem so viele Tage zusammengebracht habe. Und ich konnte wieder neue Schigebiete kennenlernen: Matrei in Osttirol und Bad Hofgastein waren die Premieren in diesem Winter.

Für den letzten Schitag nutzten wir den Tauernschitag in Obertauern. Ermäßigte Kartenpreise und dazu passend schon frühlingshaftes Wetter waren die Zutaten für einen würdigen Abschluss. Leider ist Ende März die Sonne dann doch schon stark genug, sodass am Nachmittag die Pisten schon ziemlich stark aufgeweicht waren und man gerade in den steileren Passagen um und über die Schneehaufen kurven musste. Daher wurde der Tag dann doch etwas früher auf der Hütte beendet.

alle Bilder © pomst.com, 2014

Ein Freund hatte vor ein paar Tagen Geburtstag und so lud er uns auf eine Portion Kasnockn ein. Die gab’s aber nicht bei ihm daheim oder irgendwo bei einem Wirt. Nein, wird nutzen das super Frühlingswetter für eine Wanderung auf die Katrinalm bei Bad Ischl.

Die Tour geht los bei der Talstation der Katrinbahn. Im Winter und bei entsprechender Schneelage ist das Ganze eine beliebte Skitour. Und auch heute waren noch ein paar unterwegs. Wir gehen aber zu Fuss rauf. Und es dauert nicht lange, dann treffen wir auf die ersten Schneefelder, die mit der Zeit immer größer werden. Zwischendrin blühen schon die ersten Schneerosen. Der Weg durch den Schnee war eigentlich nicht schwer. Einerseits war der Schnee von der Nacht noch gut gefroren, andererseits hatte er durch die Sonne schon etwas aufgefirnt, sodass man auch in den steileren Anstiegen einen guten Tritt hatte.
Nach 2,5 Stunden hatten wir die Hütte auf der Katrinalm erreicht, der Wirt wartete auch schon auf uns. Daher dauerte es nicht mehr lange, bis wir eine Riesenpfanne bester Kasnockn vor uns hatten. Und genauso schnell waren sie wieder weg und es folgten noch ein paar Portionen Kaiserschmarren. In Bad Ischl ja fast ein Muss! :-)
Nach etwas mehr als zwei Stunden auf der Sonnenterrasse  der Hütte machten wir uns bereit für den Rückweg. Fest einpacken war angesagt, wir wollen nämlich Sackrutschen – die Schipiste runter! Für den Spass haben wir schon vorsorglich Plastiksackerl und Polster mitgenommen. Und es hat super funktioniert. Zeitweise ging’s mit einem Höllentempo runter, weil der Schnee zum Teil schon wieder gefroren war.  Meinen Hintern hat das besonders gefreut. ;-) Aber wir sind schnell und ohne große Anstrengung weit runter gekommen. Die letzten paar Meter gingen wir auf der Skipiste runter. Nach insgesamt sechs Stunden waren wir wieder bei der Talstation.

alle Bilder: © pomst, 2014

Tourdaten Katrinalm:

Start-/Endpunkt: Talstation Katrinbahn in Bad Ischl – Kaltenbach (480m)
Anstieg: 2h 30min, 6,5km, 950hm
Katrinalm: 1420m
Abstieg: 1h 15min, 4,6km

Tour auf wandermap.net

Von der Katrinalm laden Feuerkogel (1461m), Katrin (1542m) und Elferkogel (1603m)  zu einem Gipfelsturm ein.

Sonne tanken am Schober

Veröffentlicht: 16. Februar 2014 in in den Bergen
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Es hat ja diesen “Winter” eigentlich schon viele Möglichkeiten gegeben, Sonne zu tanken. Aber gestern entschied ich mich ganz spontan, eine kurze Bergtour zu machen. Und da ist der Schober bei Thalgau der richtige Berg.

Gleich nach dem Mittagessen machte ich mich auf den Weg. Die Winterausrüstung konnte ich ohne weiteres daheim lassen, nach den zahlreichen Föhnwetterlagen der letzten Wochen war nicht viel Schnee zu erwarten. Auch gestern waren wieder Temperaturen weit über 10°C angesagt, mit dem warmen Fönwind und dem Sonnenschein waren es dann gefühlte 20°. Also wurde die Jacke auch gleich im Rucksack verstaut und los ging’s im T-Shirt! Start ist beim Forsthaus, kurz darauf kommt man an der Burgruine Wartenfels vorbei. Es ist eine leichte Wanderung zuerst im Wald, danach zwischen den Felsen durch. Erst der letzte Bereich unterhalb des Gipfels ist etwas ausgesetzt. Wie erwartet war auch vom Schnee nicht mehr viel übrig und so war ich nach 40 Minuten am Gipfel oben.

Oben bot sich wieder einmal ein prächtiges Panorama – vom Dachstein über den Alpenhauptkamm, die Berge rund um Salzburg bis zu den Hügeln und Seen des Alpenvorlandes. Nachdem ich eine zeitlang die Sonne genossen habe, machte ich mich wieder auf dem selben Weg nach unten. Das dauerte nur noch 25 Minuten, bei optimaler Schneelage geht es wesentlich schneller, wenn man einfach die Schneefelder runterrutschen kann!

alle Bilder © pomst, 2014

Tourdaten Schober:

Ausgangspunkt: Forsthaus Wartenfels, 920m
Aufstieg über Burgruine Wartenfels: 1,2km, 408 hm, 40min
Gipfel: 1328m
Abstieg: über den Frauenkopf (1287m)
Route: Tour auf wandermap.net