Untersberg

Veröffentlicht: 20. Oktober 2014 in in den Bergen
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Ein traumhafter Herbsttag, was soll man da machen? Rauf auf den Untersberg! Schließlich war ich heuer noch nicht oben. Dafür wurden wir mit einer Fernsicht belohnt, die seines Gleichen sucht – Bayrischer Wald, Totes Gebirge mit Großem Priel, natürlich der Dachstein und weit hinein bis in die Hohen Tauern. Und beim Abstieg liefen uns dann auch noch ein paar Gämsen über den Weg.

Tour auf wandermap.net

alle Bilder © pomst.com, 2014

Wenn schon mal ein derartig schöner Sonntag ist, dann muss man das ausnutzen. Dazu sind wir am Samstag Abend beisammen gesessen und haben überlegt, auf welchen Berg wir gehen könnten. Wir wollten dazu aber nicht zu früh aufstehen. Daher fiel die Wahl auf den Untersberg. Schließlich waren wir heuer noch nicht oben. Sonntag in der Früh kam dann ein neuer Vorschlag: den Klettersteig am Berchtesgadener Hochthron bezwingen. Also nicht nur die Wanderschuhe einpacken, sondern auch noch die Klettersteigausrüstung dazu.

Es war dann doch schon halb zwölf, als wir vom Parkplatz Ettenberg bei Marktschellenberg aufbrachen. Gewundert hat es uns nicht, dass uns die ersten Leute am Rückweg entgegenkamen. Der Aufstieg geht zuerst gemütlich durch den Wald, bis man auf die erste Alm kommt, wo auch eine kleine Hütte (Scheibenkaser, 1430m) steht. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Einstieg des Klettersteiges (1560m). Der Klettersteig ist relativ anspruchsvoll (max. Schwierigkeitsgrad D), wenn man nicht so geübt ist. Die teilweise überhängende Wand hat uns alles abverlangt. Wir waren froh, als wir nach etwas mehr als 2 Std. und 400m höher den Ausstieg erreichten. Bis zum Gipfel des Hochthrons (1972m) ist es nur mehr ein Katzensprung und das Stöhrhaus ist auch schon in Sichtweite. Dort gönnten wir und dann mal ein Weißbier und was anständiges zu Essen. Es war schließlich schon 16 Uhr und wir hatten bis auf kleine Snacks noch nichts im Magen. Nach etwa einer Stunde Pause schauten wir noch dem Rettungshubschrauber zu, wie er neben der Hütte landete und eine verletzte Wanderin mitnahm, dann machten wir uns auf den Rückweg ins Tal. Drei Stunden sind angeschrieben, dann ist es schon 20 Uhr und mit Sicherheit schon ziemlich finster, bis wir beim Auto ankommen. Aber was soll’s. Das letzte Stück vom Weg kennen wir schon vom Aufstieg und ist sehr gut zu gehen. Flotten Schrittes geht es los, vorbei an einer Höhle, die man auch zum Abstieg nutzen kann. Der Weg geht schließlich ziemlich lang dem Berg entlang, bis wir wieder beim Scheibenkaser angekommen sind. Dort machten auch zwei andere Wanderer Rast, nach einer kurzen Unterhaltung marschieren wir wieder los. Der Blick auf die Uhr verriet, dass wir gut unterwegs waren, brauchten wir bis zur Hütte doch nur eine Stunde. Und da war etwa die Hälfte schon geschafft. Also war das neue Ziel, dass wir es zum Sonnenuntergang um 19 Uhr bis zum Auto schaffen. Und tatsächlich, auf die Minute genau sind wir angekommen.

Tourdaten:

bis Einstieg Klettersteig: 2:15 h, 770 hm
Hochthronsteig: 2:15 h, 380 hm
Aufstieg bis Gipfel: 5:30 h, 1150 hm
Gesamtdauer: 7:30 h
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alle Bilder © pomst.com

 

Der erste Tag nach der Landung begann gleich mit etwas Aufregung. Der Blick aus dem Fenster versprach nichts Gutes. Dunkelgraue Wolken bedeckten den Himmel, jederzeit konnte es zu regnen beginnen. Also nichts wie rauf zum Ballon und schnellstens zudecken! Leider kamen wir nicht soweit, am Weg begann es heftigst zu regnen. Wir deckten den Korb mit einer Plane ab, der Hülle war es egal. Gut dass wir die ganzen Gerätschaften gleich nach der Landung noch herausgeräumt und mitgenommen hatten.
Danach war trockenlegen und frühstücken angesagt. Der Regen war zwar ziemlich heftig, aber genauso kurz. Außerdem blies die ganze Zeit starker Wind. Darum begannen wir noch am Vormittag mit der Ballonpost, Gerald und Michael machten sich auf den Weg und versuchten Briefmarken zu kaufen. Zu Mittag schien auch wieder die Sonne und so machten wir uns wieder einmal auf den Weg zum Ballon. Und jetzt konnten wir auch die schöne Aussicht von dem Hügel genießen. Nicht umsonst heißt die Ortschaft dir Bellavista. Auf der Hülle hatten sich große Pfützen gebildet, die Sachen im Korb sind trocken geblieben. Also musste zuerst das Wasser runter und die Hülle zum Trocknen ausgebreitet werden. Dann wurde der Korb ausgeräumt, die restlichen Sandsäcke ausgeleert und zum Trocknen in den Wind gehängt. Auch die restliche Verpflegung wurde dann zu Mittag aufgetischt. Zwischendurch wurde immer wieder die Ballonhülle umgelegt, damit sie möglichst gut trocknen kann. Und ständig hatten wir einen „Aufpasser“, der Schäferhund der Familie, bei der wir am Vorabend eingeladen waren. Am liebsten war ihm, wenn er einen Stein apportieren durfte. Nach gut drei Stunden war alles eingepackt, die Hülle zusammengelegt und verschnürt. So konnten wir uns wieder der Ballonpost widmen. 380 Postkarten mussten mit den Fahrtdaten gestempelt und mit Adressetiketten beklebt werden. Gerald und Michael starteten einen zweiter Versuch, Briefmarken zu kaufen und waren diesmal erfolgreich. Bis schließlich alles soweit erlegt und das Auto eingeräumt war, war der Tag auch schon fast wieder vorbei. Für den Abend war bereits ein Tisch in einem Restaurant am Strand reserviert. So ließen wir unsere Zeit in Italien köstlich ausklingen. Die Abfahrt stand kurz bevor. Im Quartier machten wir noch ein Bier auf, es sollte zeitig in der Früh wieder nach Hause gehen.

alle Bilder © pomst.com, 2014