Kleiner Pleißlingkeil


Nachdem die letzten paar Schitouren von den Wetterbedingungen her sehr unterschiedlich und anspruchsvoll waren, sollte mit der Tour auf den Kleinen Pleißlingkeil (2417m) endlich wieder eine Genusstour am Programm stehen.

Dieses Mal waren wir zu viert, unter anderem gesellte sich eine Bekannte aus Kärnten zu uns. Beim Start auf der Gnadenalm waren wir dann doch etwas verwundert, denn trotz Sonnenschein und sehr guten Schneebedingungen standen nur wenige Autos da, so marschierten wir halt alleine los. Anfangs war es noch ziemlich kalt, die ersten Meter waren wir noch im Schatten der Berge. Aber als wir nach ein paar Minuten in die Sonne kamen, waren wir schnell auf Betriebstemperatur. Nach dem langen Flachstück über die Gnadenalm stiegen wir in einem gemächlichen Tempo zur Südwienerhütte auf. Wir waren früh dran und konnten uns Zeit lassen. Bei der Hütte rasteten wir das erste Mal, von hier hatten wir auch eine gute Sicht zum Spitziger hinauf. Selbst auf dem Paradeberg der Region waren jetzt nur ein paar Leute im Aufstieg. Wir nahmen dann aber die andere Richtung und setzten unseren Anstieg nach Südosten fort. Bei der Abzweigung zum Scheibenkogel sahen wir zum ersten Mal unseren Gipfel vor uns. Richtig einladend präsentierte sich das Gelände zwischen uns. Nur der Kessel gleich vor uns gefiel uns nicht. Jetzt mussten wir entweder mit den Fellen ein Stück abfahren oder ihn in einem großen Bogen umgehen. Wir entschieden uns für zweites. Der Pleißlingkeil ist ebenfalls ein sehr beliebter Berg, aber auch hier vor uns waren nur ganz wenige Leute unterwegs. Nur einmal mussten wir im Aufstieg eine andere Gruppe überholen, die waren noch langsamer als wir unterwegs. Sonst waren wir fast alleine. So kamen wir dem Gipfel immer näher, der blaue Himmel und die Fernsicht steigerten unsere Vorfreude immer mehr. Knapp unterhalb des Gipfels deponierten wir schließlich unsere Schi und stiegen die letzten paar Meter zu Fuß auf.

Oben angekommen wurden wir für unsere Mühen belohnt! Das Panorama war wieder einmal überwältigend und die Berge rundherum präsentierten sich tief verschneit. Nur der Wind ließ nicht zu, dass wir unsere Jause hier heroben auspacken. Trotzdem nahmen wir uns die Zeit zum Genuss, machten ein paar Fotos auf dem kreuzlosen Gipfel. Dann stiegen wir wieder zu unseren Schi ab und packten halt hier die Jause aus. Denn da waren wir nicht im Wind und die Sonne wärmte uns.
Frisch gestärkt machten wir uns auf die Abfahrt. Sie führte uns großteils entlang der Aufstiegsspur in ein paar Hänge mit wunderbarem Schnee. So erreichten wir wieder die Südwienerhütte. Wir entschieden uns, gleich bis zur Gnadenalm abzufahren und dort erst einzukehren. Für diese Entscheidung wurden wir mit üppigen Portionen belohnt.

Tourdaten:

Startpunkt: Gnadenalm, 1290m
Aufstieg: ↗️ 1130hm, ↔️ 7,2km, ⏱ 4h 15m
gesamt: ↕️ 1170hm, ↔️ 14,8km, ⏱ 6h 30m

alle Bilder © Christine, Hermann, Stefan Pommer

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