Ganz andere Bedingungen am Breitenberg


Bei meiner zweiten Winter-Begehung des Breitenberges herrschten komplett andere Bedingungen als beim ersten Mal. Damals war es schon Frühling, der Schnee hatte trotz des langen Winters entsprechend gelitten. Dieses Mal gingen wir im Hochwinter, bei teils starkem Schneefall.

Es war ein Tag, an dem wegen der starken Schneefälle in weiten Teilen die Lawinenwarnstufe 4 ausgerufen wurde. Da bleibt man einfach lieber im Tal. Es sei denn, man kennt eine Tour, bei der sich das Risiko sehr gut eingrenzen lässt. So fiel unsere Wahl auf den Breitenberg am Wolfgangsee. Von vornherein ließen wir es offen, wie weit wir gehen wollen. Der Weg wurde schließlich zu unserm Ziel. Gerade an solchen Tagen muss man flexibel bleiben und rechtzeitig entscheiden, wann es Zeit zum Umkehren ist.
So trafen uns am Parkplatz in Abersee. Das erste Stück ging flach entlang des Zinkenbaches. Nachdem wir ihn überquert hatten, stiegen wir entlang der Forststraße hinauf. Kurz zuvor war schon jemand mit dem Auto raufgefahren, daher taten wir uns beim Spuren leichter. Ab der Adamalm war damit Schluss und wir spurten selbst im Tiefschnee einmal bis zur Zinkenbachhöllrin hinauf. Dort genehmigten wir uns bei der urigen Hütte ein kurze Pause. Weiter ging es wieder am Forstweg. Mittlerweile schneite es schon sehr stark, vom angekündigten Wind spürten wir noch nichts. Der tobte sich noch weit über uns aus. Als wir schließlich aus dem Wald heraus und auf die freie Alm kamen, legten wir ein besonderes Augenmerk auf die Lawinengefahr. Etwa ein halber Meter Neuschnee und der Wind verschärften die Situation hier heroben. Aber das Gelände blieb sehr flach. Wir entschieden uns schließlich, bis zur Zinkenbachhütte (1164m) zu gehen und hier, nur etwa 100m unterhalb vom Gipfel umzudrehen. Nicht nur der starke Schneefall und der Wind waren die Gründe, auch das diffuse Licht und die fortgeschrittene Zeit waren ausschlaggebend. Also machten wir es uns vor der Hütte gemütlich und jausneten mal etwas. Beim Aufbruch war dann die Herausforderung, dass man im hüfthohen Schnee in die Schibindung reinkommt. Der flache Berg und der tiefe Neuschnee ließen dann leider keine schönen Abfahrtsschwünge zu, es war eher ein gerade Dahingleiten und schauen, dass man den Schwung mitnehmen kann. Über weite Teile nutzten wir unsere Aufstiegspur für die Abfahrt. Rechtzeitig bevor es finster wurde, waren wir schließlich wieder am Ausgangspunkt zurück.

Tourdaten:

Startpunkt: Abersee, 560m
Aufstieg: ↗️ 600hm, ↔️ 5,7km, ⏱ 3h
gesamt: ↕️ 600hm, ↔️ 11,2km, ⏱ 4h 15m

alle Bilder © Stefan Pommer

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